Oman – tauchen in der Straße von Hormus

Der Oman war eine kleine Herausforderung. Wir hatten keine Ahnung wo und wie man dort ins Wasser kam. Auf der Messe Boot in Düsseldorf wurde uns der Oman von TSL angeboten. Alternativ hatten wir noch ein Angebot aus Jordanien. Wir wollten einfach mal auf der arabischen Halbinsel tauchen gehen und das Rote Meer war uns einfach zu voll mit anderen Tauchern. Nach längerem überlegen und endlich auch einer Rückmeldung aus der deutschen Botschaft in Muscat, war die Entscheidung für den Oman gefallen. Da wir mit dem damaligen deutschen Botschafter und seiner Familie befreundet sind, wollten wir den Aufenthalt im Oman auch nutzen, sie zu treffen.

 

Sultans Sitz
Mussanah Beach
Das wir uns gleich für drei Wochen entschieden hatten, lag auch daran, dass wir ein wenig vom Land sehen wollten. Warum zur heißesten Jahreszeit? Nun da war das Paket nicht ganz so teuer und für uns die beste Zeit, Urlaub zu machen und unser Botschafter war im Lande bzw. auch mal für uns da.
giantmuray
So buchten wir also ein Paket Flug, Hotel und Tauchen bei TSL. Was das Tauchen anbelangt, ein furchtbarer Fehler wie wir Vorort leider feststellen mussten. Von Frankfurt flogen wir mit der Oman Air nach Muscat. Ein angenehmer Flug, vor den Flügeln waren wir beinahe alleine und konnten es uns so auf der mittleren Bankreihe für den Flug bequem machen. Der Service von Oman Air war gut und so wurde es eine kurze Nacht. Der Shuttle vom Flughafen war kein Problem, eine Prepaid Simcard für das Smartphone auf dem Flughafen zu kaufen auch nicht. Aber wo zum Teufel fuhr unser Fahrer hin? Nicht das man im Oman sich tunlichst an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten sollte, nein wir fuhren ewig bis zu unserem Hotel. Wir dachten schon, unser Fahrer bring uns in die VAE.  Irgendwann bog er dann von der von der Staatsstraße eins ab und fuhr Richtung Meer. Es dauerte noch etwas bis wir unser Nobelhotel Millennium Resort Mussanah erreichten. Eine große Hotelanlage direkt am Meer.
Fischschwarm
Und wir bekamen unser Zimmer, mit Balkon und Meeresblick, das groß genug war, um auch Kameraausrüstung und den MacBook auszubreiten. OK es hat etwas gedauert bis die Internetverbindung geklappt hat, aber auch das haben wir hinbekommen.
Sauber für den Abend
Schwieriger gestaltet es sich mit dem tauchen zu beginnen. Das in der Hotelanlage gelegene Diving Center, bei dem für uns gebucht war, war unbesetzt. Weder telefonisch noch per E-Mail war der Leiter des Centers zu erreichen. Erst der Einsatz des Hotelmanagers, einem Holländer, der wusste, wer unser Freund in Muscat war kam eine Verbindung zustande. Die ersten beide Tage also schon mal nix. Erst am dritten Tag konnten wir in das Diving Center, mussten uns einen Haufen Mist anhören und durften dann am 4. Tag endlich zum Tauchen kommen. Die einheimischen Guides waren alle gut, nur das Center und sein Chef einfach ein no go.
Tauchboot
Die Tauchplätze, welche angefahren wurden, waren mal Topp dann wieder Hopp. Die Sicht in der Straße ist meist heftig schlecht, was an der Strömung liegt, aber man hätte auch Stellen anfahren können, die wirklich gut zu betauchen waren und man die Hand vor Augen sehen konnte, wie wir später erfahren durften.
Teatime
Im Gebirge
Das Boot war groß und auch mit ausreichend Dach versehen. Es gab Wasser und Obst für die oft langen An- und Abfahrten. Auch Platz für Taucher, Ausrüstung und genug Tanks war vorhanden.
Parrungsritual
So kamen wir zu den Extra Divers, die damals noch ein Tauchzentrum in Al Sawadi hatten.  Jetzt mussten wir halt jeden Tag mit dem Auto fahren. Auch hier hat der Shuttleservice unseres Dive Centers nicht funktioniert. Also eigenen Mietwagen, was im Oman nicht wirklich günstig ist. Aber wenigstens hat das Tauchen bei den Extra Divers Spaß gemacht, gute Crew, gute Boote und einfach kurze Ausfahrten zu schönen Plätzen. Nun gut, letztendlich haben wir erfahren, dass Tauchen nicht überall Spaß macht und es eben auch auf die Menschen ankommt, die damit ihr Geld verdienen. Aber dadurch, dass wir nicht so tauchen konnten wie gewollt, haben wir dann einfach mehr von diesem wunderschönen Land gesehen. Und das bei 54 Grad im Schatten.
 
closeup with shark
Aber das alles war ja dann schon am fünften Tag beendet. Während der Ausfahrt machte plötzlich eine der Maschinen des Boots schlapp. Kein Tauchgang, aber Stunden bis zur Rückkehr in die Marina verbrachten wir auf dem Boot. Das war es mit dem  Diving Center. Auch nach Tagen immer wieder dieselben Antworten, kein Tauchen, keine Ersatzteile.

 

im Riff
Große Sultan-Qabus-Moschee

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